Die lustige Welt der Stereotype
Wer sich in der schwarzen Szene bewegt, der weiß, wie heterogen sie, bzw. die Stilvielfalt ihrer Vertreter sein kann.
Doch wo solch ein Konglomerat der verschiedensten Stile und Einflüsse auftritt, da ist die Versuchung groß, zu kategorisieren. Das muss an sich ja auch garnichts Schlimmes sein, doch nicht selten gehen diese Kategorisierungsversuche zu weit und haben einen unangenehmen Beigeschmack von Elitarismus und Ausgrenzung, sodass für einen Großteil der Schwarzen genauere Eingliederung oder auch die reine Bezeichnung als Gothic ein (blut-)rotes Tuch darstellen.
Einen erfrischend munteren und nicht so wahnsinnig ernst zu nehmenden Zugang zur Thematik versucht Megan Balanck auf ihrer Website Blackwaterfall.com zu liefern: Goth (Stereo) Types nennt sich dieser Versuch, der allein schon durch seine niedlichen, an South Park erinnernden Illustrationen sehenswert ist, mit denen der beschriebene Goth-Typus putzig veranschaulicht wird. Und wie das mit Stereotypen so ist, wird sicherlich jeder irgendwo irgendetwas auszusetzen haben, doch im Großen und Ganzen empfinde ich die Beschreibungen als erstaunlich zutreffend.
Ich selbst werde wohl in der Regel am ehesten als Kategorie 2, Romantic Goth wahrgenommen, und die Beschreibung zu dieser Subkategorie könnte zu großen Teilen für mich persönlich geschrieben sein, wenngleich ich auch deutliche Anteile des Trad, Corp und Victorian Goth sehe (also Kategorien 1, 12 und 13, um schön korrekt zu bleiben
).
Erfrischend finde ich auch, dass z.B. Industrial deutlich von der Technomusik der Cyber abgegrenzt wird, und dass Gothic als unabhängig von der Goth-Szene dargestellt wird. Lustig widerum, dass ich das Gefühl habe in den Stereotypen so viele bekannte Gesichter zu sehen, mein halber Freundes- und Bekanntenkreis scheint vertreten und die weibliche Trad Goth hat irgendwie eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Siouxsie Sioux
Wie sieht es mit euch aus?
Bilder und Infos:
BlackWaterfall – Goth (Stereo) Types









Hach die Bildchen sind ja herzallerliebst *gg*
Ich habe, glaube ich, auch so einige Gesichter wiedererkannt *g*
Ich denke, es ist gar nicht so verkehrt wenn man von allem ein bisschen in sich vereint und je nach Mischverhältnis wieder einzigartig wird.
Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man sich auf eine einzige Richtung versteift und dann im Kopf nicht mehr offen für anderes ist. Dann grenz man sich und andere ziemlich schnell aus.
Sicher, die meisten lassen sich ungerne Kategorisieren weil sie das in ihrem Bewegungsspielraum einschränkt, die Gothic-Szene ließ sich schon immer von anderen Stilen befruchten und ist heute eine “bunte” Mischung der verschiedensten Subkulturen. Aber ich denke, zunächst muss man die einzelnen Schubladen verstehen und kennen um die Schnittmengen die sich daraus ergeben auch vollständig zu begreifen. Aber die Bildchen sind wirklich lustig – ich denke das ich den Tradgoths am ähnlichsten bin, das ein oder andere Netzoberteil hab ich auch im Schrank, nur mit dem Big Hair ist es aufgrund erblichen Bedingten Gründen vorbei
Oh, da sagst du was… was glaubst du, warum ich nur mit Kopfbedeckungen zu sehen bin?