Karnsteins kreatives Kämmerlein: Chlorreiniger

Geschrieben von Karnstein am 5. Oktober 2010 in Karnsteins kreatives Kämmerlein |

Not macht erfinderisch. So könnte man es nennen, wenn man aus selbiger Not eine Tugend macht.
Da beides aber fürchterlich abgedroschene Phrasen sind erzähle ich mal lieber einfach wie es sich zugetragen hat:

Wenn ich meinen täglichen Kajalstrich ziehe lehne ich mich immer ein bisschen gegen das Waschbecken. So auch an diesem einen Tag, als das Waschbecken einer Reinigung per Chlorreiniger unterzogen worden war, und leider noch etwas davon am Rand klebte. Und so entdeckte ich also auf meiner frisch angezogenen knatschengen Lieblingsjeans schockiert einen roten Fleck, der sich nicht als Sauce herausstellte, sondern als weggeätzte Farbe, oder wie man das nennen mag.
Zu retten war da nichts mehr, doch dann fiel mir meine Jugendzeit als ambitionierter Dorfpunk ein und ich hatte die zündende Idee:

Ab in die Badewanne mit der Hose. Chlorreiniger auf ein Schwämmchen und auf geht’s. Rubbeln hier, tupfen da, klecksen und spritzen überall ein bisschen, und fertig ist eine absolut einmalige gesprenkelte Stretchjeans.
Stinkt fürchterlich und man sollte unbedingt Handschuhe tragen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ist zwar leider eher orange als rot geworden und auch ein Nachfärben mit roter Stofffarbe hatte nicht das gewünschte Ergebnis, aber gefallen tut’s trotzdem. Mal schauen, ob mir mit der Farbe noch was anderes einfällt.

Bei schwarzen Klamotten kann man allerdings nie ganz sicher sein, welche Farbe nachher rauskommt, also sollte man auf jeden Fall vorher irgendwo an einem Eckchen ausprobieren ob es einem tendenziell gefällt. Und nach getaner Arbeit gründlich waschen, am besten mindestens einmal auch mit der Hand, damit man in der Maschine den Chlorkram nicht auf andere Klamotten bringt.

Diese Technik noch im Hinterkopf habend stöbere ich über Webseiten mit Bandshirts, erfreue mich an Bauhaus und Joy Division, plane sie schon bald neben The Cure und Alien Sex Fiend einsortieren zu können und ärgere mich darüber, dass es natürlich keine Grauzone-Shirts gibt.
Aber warum auch? Do-it-yourself macht schließlich irgendwie Spaß und das Ergebnis ist garantiert ein Unikat.
Also schnell einen alten Zeichenblock ausgegraben und aus dem dicken Pappboden eine Schablone gemacht. Dann noch eines der einfachen schwarzen T-Shirts geschnappt, rechtzeitig überlegt, dass man unbedingt noch einen zweiten Pappbogen in das T-Shirt hineinlegen muss, damit es nicht auf der Rückseite noch einen spiegelverkehrten Schriftzug gibt, und wieder ab ins Badezimmer.

Schwamm-Tupfen habe ich mich diesmal nicht getraut, sollte ja so sauber wie möglich sein, also ganz vorsichtig mit einem Pinsel gearbeitet. Etwas zu vorsichtig, wie sich herausstellte, denn auch am nächsten Morgen war quasi nichts zu sehen. Übrigens auch nicht von den Haaren des Pinsels, der über Nacht im Chlorreiniger stand – völlig weggefressen!
Also habe ich mit dem noch verbliebenen Holzstumpf deutlich dicker und gröber drauf gekleckst (das sollte man in der Form vielleicht nicht nachmachen), und sofort beobachten können, wie die Farbe sich verändert hat. Das Ergebnis ist nicht so scharfkantig etc. wie ich geplant hatte, gefällt mir aber gerade deshalb irgendwie fast noch besser. Und lustigerweise ist der Schriftzug wirklich grau geworden :)

Das ganze Ensemble :)

Das ganze Ensemble :)

Beim ersten Ausführen des Shirts hat es direkt Aufmerksamkeit erregt und die Schablonen/Chlorreiniger-Idee hat direkt interessierte Ohren gefunden, also dachte ich mir, ich blogge auch einfach mal darüber (Danke für die Idee, Sanne, du hast mich auf eine neue Serien-Idee gebracht ^^).

Not macht erfinderisch. So könnte man es nennen, wenn man aus selbiger Not eine Tugend macht.
Da beides aber fürchterlich abgedroschene Phrasen sind erzähle ich mal lieber einfach wie es sich zugetragen hat:Wenn ich meinen täglichen Kajalstrich ziehe lehne ich mich immer ein bisschen gegen das Waschbecken. So auch an diesem einen Tag, als meine Freundin das Waschbecken mit Chlorreiniger sauber gemacht hatte, und leider noch etwas am Rand klebte. Und so entdeckte ich also auf meiner frisch angezogenen knatschengen Lieblingsjeans schockiert einen roten Fleck, der sich nicht als Sauce herausstellte, sondern als weggeätzte Farbe, oder wie man das nennen mag.
Zu retten war da nichts mehr, doch dann fiel mir meine Jugendzeit als ambitionierter Dorfpunk ein und ich hatte die zündende Idee:

Ab in die Badewanne mit der Hose. Chlorreiniger auf ein Schwämmchen und auf geht’s.
Rubbeln hier, tupfen da, klecksen und spritzen überall ein bisschen, und fertig ist eine absolut einmalige gesprenkelte Stretchjeans.
Stinkt fürchterlich und man sollte unbedingt Handschuhe tragen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ist zwar leider eher orange als rot geworden und auch ein Nachfärben mit roter Stofffarbe hatte nicht das gewünschte Ergebnis, aber gefallen tut’s trotzdem. Mal schauen, ob mir mit der Farbe noch was anderes einfällt.

Bei schwarzen Klamotten kann man allerdings nie ganz sicher sein, welche Farbe nachher rauskommt, also sollte man auf jeden Fall vorher irgendwo an einem Eckchen ausprobieren ob es einem tendenziell gefällt. Und nach getaner Arbeit gründlich waschen, am besten mindestens einmal auch mit der Hand, damit man in der Maschine den Chlorkram nicht auf andere Klamotten bringt.

Diese Technik noch im Hinterkopf habend stöbere ich über Webseiten mit Bandshirts, erfreue mich an Bauhaus und Joy Division, plane sie schon bald neben The Cure und Alien Sex Fiend einsortieren zu können und ärgere mich darüber, dass es natürlich keine Grauzone-Shirts gibt.
Aber warum auch? Do-it-yourself macht schließlich irgendwie Spaß und das Ergebnis ist garantiert ein Unikat.
Also schnell einen alten Zeichenblock ausgegraben und aus dem dicken Pappboden eine Schablone gemacht. Dann noch eines der einfachen schwarzen T-Shirts geschnappt, rechtzeitig überlegt, dass man unbedingt noch einen zweiten Pappbogen in das T-Shirt hineinlegen muss, damit es nicht auf der Rückseite noch einen spiegelverkehrten Schriftzug gibt, und wieder ab ins Badezimmer.

Schwamm-Tupfen habe ich mich diesmal nicht getraut, sollte ja so sauber wie möglich sein, also ganz vorsichtig mit einem Pinzel getupft. Etwas zu vorsichtig, wie sich herausstellte, denn auch am nächsten Morgen war quasi nichts zu sehen. Übrigens auch nicht von den Haaren des Pinsels, der über Nacht im Chlorreiniger stand – völlig weggefressen!
Also habe ich mit dem noch verbliebenen Holzstumpf deutlich dicker und gröber drauf gekleckst (das sollte man in der Form vielleicht nicht nachmachen), und sofort beobachten können, wie die Farbe sich verändert hat. Das Ergebnis ist nicht so scharfkantig etc. wie ich geplant hatte, gefällt mir aber gerade deshalb irgendwie fast noch besser. Und lustigerweise ist der Schriftzug wirklich grau geworden :)

Beim ersten Ausführen des Shirts hat es direkt Aufmerksamkeit erregt und die Schablonen/Chlorreiniger-Idee hat direkt interessierte Ohren gefunden, also dachte ich mir, ich blogge auch einfach mal darüber (Danke für die Idee, Sanne, du hast mich auf eine neue Serien-Idee gebracht ^^).

12 Kommentare

  • shan_dark sagt:

    Sieht echt scharf aus – beides!! Das mit dem Rot ist für Gothic sogar noch viel besser als die Punk-blue-Domestos-Jeans, wenn du weißt was ich meine….
    Do It Yourself ist doch immer die beste Variante.
    Danke für den Tipp!

  • Robert sagt:

    Wie geil ist das denn? Karnsteins kreatives Kämmerlein scheint ja voller Ideen zu sein. Ok, das arbeiten mit Chlorreiniger ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber aus dem Unglück etwas positives zu drehen finde ich äußerst kreativ :) Hast du Domestos genommen oder ein alternatives Produkt? Und wie sieht es nach dem Waschen aus, bleibt das so? Ich würde mich freuen bald wieder etwas zum basteln zu finden

  • Karnstein sagt:

    Punk-blue-Domestos… das war genau das, was ich damals hatte, ja :)
    Hierfür zeichnet aber „DanKlorix“ verantwortlich. Nach dem Waschen sieht es bislang alles noch genau so aus. Nur muss man das Ganze auf jeden Fall trocknen lassen, da es nass noch ganz anders aussieht. Ich hätte abends schwören können, dass ein tolles Rot rausgekommen ist, am nächsten Mittag war’s dann fast trocken ein deutliches Orange…
    Der nächste angedachte Bastelbeitrag wird sich übrigens wohl um etwas für die Damenwelt drehen, mal schauen ^^

  • Schatten sagt:

    Is ja mal genial 😀

    Für das Bild fehlt nurnoch ein DIY-Kopftuch 😉

    P.S. Falls du die Rubrik abkürzt könnte das Missverständnisse hervorrufen 😉 XD

  • Karnstein sagt:

    Meine Kopftücher mag ich schlicht schwarz, danke ^^
    Aber was spricht gegen KKK? :) Ok, günstig ist das nicht, aber ich allitteriere so gerne 😉

  • Klasse geworden?
    Ich hatte auch mal ne schöne punkige Hose die recht ähnlich war, nur hab ich eine helle Jeans mit Batikfarbe eingefärbt, die war dann oben schwarz und unten bordeaux-rot.
    Die Chlorreiniger-Geschichte war mir aber auch bekannt, mal sehen wo ich das mal am besten mit einbauen kann bei meinen Klamotten 😀

  • Schatten sagt:

    Habs heute mal probiert erst mit Bref oder so und dann noch eine Menge DanKlorix, meins sieht momentan aber eher nach gelblich/braun aus, so als hätte man das Ding bei Regen übern Fledweg gezogen ;D

  • Karnstein sagt:

    Ja, das kann man vorher leider nie so wirklich wissen…
    Gefällt’s dir denn trotzdem? :)

  • Schatten sagt:

    Ja, mir schon, ich weiß nurnoch nicht, was meine Mutter dazu sagt 😀
    Naja werde das Teil auch nochmal waschen zuSicherheiut wegen dem Chlor^^

  • Karnstein sagt:

    Hehe, ja, Eltern sind da dann wieder ein ganz anderer Faktor :)
    Ich habe meine Hose mitlerweile auch mit schwarzer Stofffarbe nachgefärbt, sie aber nicht so lange drin gelassen wie es nötig wäre um sie schwarz zu färben (wenn das überhaupt möglich gewesen wäre), wodurch das grelle Orange auch eher ein dreckiges Braun geworden ist, teils sind sogar irgendwie weißgraue Schlieren entstanden. Alles in allem nicht schlecht, sieht aber eigentlich weniger gewollt aus, sondern eigentlich einfach nur dreckig… 😀
    Waschen solltest du es wie gesagt auf jeden Fall bevor du es trägst, und am besten eben auch ordentlich per Hand waschen bevor es mit anderen Kleidungsstücken in die Waschmaschine wandert, sonst könnte es denen schlecht ergehen…

  • Ian sagt:

    Super Tipps! Gefällt mir klasse… muss ich unbedingt nachmachen 😉 Sieht erstens besser aus als die Klamotten in den „Szene“-Läden, ist zweitens günstiger und v.a. einzigartig…

Schreibe einen Kommentar

Copyright © 2017 Otranto-Archive Rechte vorbehalten.
Desk Mess Mirrored v1.4.1 Theme von BuyNowShop.com.

QR Code Business Card