Gothic Friday: Musik und Leidenschaft

Geschrieben von Karnstein am 6. Februar 2011 in Gothic Friday |

Es ist Februar und der Gothic Friday wartet mit einem neuen Thema auf.
Diesmal gibt es einen Katalog von zehn Musik-bezogenen Fragen zu beantworten, da ja Musik unterm Strich doch für fast alle „Schwarzen“ einen recht wichtigen Faktor ihres Lebens darzustellen scheint.
Also begebe ich mich einfach ohne Umschweife an die Fragen, wobei man mir bitte verzeihen muss, dass ich es mir natürlich nicht verkneifen kann, alles massiv mit Videos zu untermalen, die zwar wohl der Illustration des Geschriebenen behilflich sind, aber mitunter in längeren Ladezeiten resultieren dürften :)

Was bedeutet Musik für Dich? Wie wichtig ist sie Dir?

In meinem Leben spielt Musik eine äußerst zentrale Rolle. Ich bin selbst Musiker in zwei Projekten und auch bevor ich das war nahm Musik eine wichtige Rolle in meinem Alltag ein – zur Berieselung und Untermalung in allen Lebenslagen auf der einen Seite, aber natürlich auch zum reinen Selbstzweck auf der anderen Seite: Tür zu, CD rein, Licht aus, und einfach lauschen und genießen – Mit solchen Ritualen habe ich in meiner Teenagerzeit angefangen, als ich auch feststellte, wie viel Musik für mich mit Emotion zu tun hat. In manchen Stimmungen verlangt es mich fast schon schmerzhaft nach bestimmter Musik, und andersherum kann bestimmte Musik mich in bestimmte emotionale Zustände versetzen.
Ein Schlüsselerlebnis war für mich in dieser Hinsicht das Album Lingua Mortis, das die deutsche Metal-Band Rage 1996 mit dem Prager Symphonie-Orchester aufnahm. Die Mischung von Klassik und Metal wurde später ja sogar recht populär, hat aber in meinen Ohren nie solche Größe erreicht wie in dieser ersten wirklich groß angelegten Synthese, die alten Metal-Songs eine enorme Tiefe und Emotionalität verlieh. Das 15-minütige Medley war das erste Lied, das mich jemals zum weinen brachte, und ich habe mich dabei verdammt gut gefühlt :)

(Fängt bei 00:45 erst richtig an. Genau genommen war es der rein orchestrale Teil „Firestorm“ nach etwa 05:00 der die Wasser zum Überlaufen brachte :) )

Welche Richtungen »schwarzer Musik« hörst du? Nenne ein Beispiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am besten Wiedergibt.

Über die Jahre hat sich herauskristallisiert, dass ich mich in den traditionelleren Klängen der Szene am meisten zu Hause fühle. Die „gute alte Zeit“ eben, die ich selbst natürlich nie mitgemacht sondern erst später entdeckt habe und die mich immer wieder mit dem erfüllt, was ich gerne Fremdnostalgie nenne :)
Post-Punk, Gothrock, New und Dark Wave und allerlei Verwandtes haben es mir am meisten angetan, aber auch für einiges der Neuen Deutschen Todeskunst kann ich mich sehr erwärmen. Ebenso darf es aber auch mal alter Industrial, allerlei Post-Industrial und Romantik/Heavenly-Voices-Kram sein (etwa Collection D’Arnell-Andreá, die ich durch Rosa kennenlernte), oder auch mal Industrial Metal (à la Ministry) und alter EBM (Nitzer Ebb, etc.).
Meine Lieblinge sind dabei schwierig auszumachen… Als Lieblingsband (wenn ich mich entscheiden müsste) könnte ich mich nicht zwischen Joy Division, The Cure und Grauzone entscheiden, aber als Lieblings-Genre müsste ich wohl synthetischeren Dark Wave angeben, wobei widerum DER eine Song, der für mich Gothic zusammenfasst einfach „Bela Lugosi’s Dead“ sein muss.

Wie würdest deine musikalische Laufbahn beschreiben? Über welche Richtung der Musik bist Du in die Szene gekommen, welche hast hinzugewonnen, welchen hast du abgeschworen und was hörst du heute?

Wie bereits letzten Monat umrissen, hat es mich über Punk und Metal in die schwarze Szene verschlagen. Meine Einstiegsdroge war ASP, die ich bis heute unter den moderneren schwarzen Bands noch immer als die mit Abstand beste und kreativste empfinde. Nach einem bedauernswerten Abstecher in den schwarz-„alternativen“ Mainstream mit Loveparade-Beats und „Ich bin so böse“-Texten eines 12-Jährigen habe ich dann recht schnell die oben aufgeführte alte Schule für mich entdeckt.

Wirklich abgeschworen habe ich eigentlich kaum einer Musikrichtung, die ich seit meiner Teenager-Zeit für mich entdeckt habe, bis eben auf Agonoize und Konsorten, die mich zum Glück nur etwa ein Dreiviertel-Jahr begleiteten. Ich mag noch immer Punk und Metal, höre es aber einfach deutlich seltener. Auch The Prodigy, die mich schon seit vor meiner Punk-Zeit begleiten, mag ich bis heute.

Meine jüngste Begeisterung ist dabei die für alten Industrial, der so richtig weh tut und den ich auch beim besten Willen nicht immer hören kann, und den ich vor einem Jahr noch lediglich interessant fand, aber kein komplettes Stück durchstehen konnte :) Als Beispiel sei dieser ausgesprochen anstrengende Ausschnitt der Einstürzenden Neubauten angeführt:

Wie und wo hörst du Musik am liebsten?

Ich höre am liebsten immer und überall Musik, es ist also immer eine Kontext-Frage. Ich denke, es erscheint mir hier sinnvoller zu beantworten, welche unterschiedlichen Motivationen es für mich in verschiedenen Situationen haben kann, Musik zu hören, bzw. wie ich Musik in unterschiedlichen Sitationen empfinde (wobei es durchaus in jeder Situation die gleiche Musik sein kann).
In der Stadt mit Kopfhörern kann Musik mir mitunter auch zum Abschotten dienen.
Im Auto darf es dagegen gerne die Lebensgeister wecken und zum Mitgröhlen motivieren.
Zuhause kann es Untermalung sein, oder aber bewusster Musikgenuss nur des Musikgenusses wegen.
Nur auf der Arbeit, da kann ich manchmal beginnen Musik zu hassen, weil ich natürlich der Einzige bin, der nicht von morgens bis abends den gleichen dümmlichen Radiosender hören möchte um sich mit Lady Gaga, Deutschlands neuestem „Superstar“ oder Unheilig *räusper* berieseln zu lassen.

Welche Musik hörst du außerhalb der typischen dunklen Musik noch?

Simon & Garfunkel

Simon & Garfunkel

Durch meine Eltern sind mein Bruder und ich bereits im Säuglingsalter mit klassischer Musik in Berührung gekommen. Man munkelt, der kleine bewindelte Karnstein habe schon Anfang der 80er mit riesigen Kopfhörern auf der Couch gestanden und enthusiastisch die „kleine Nachtmusik“ mit rhythmischen Schlägen auf die Rückenlehne begleitet. Ich kenne mich absolut nicht aus in klassischer Musik, merke mir selten irgendwelche Namen (weder von Komponisten, noch von Stücken oder gar von Orchestern oder Musikern), aber verdammt vieles finde ich unheimlich schön – wenn ich also gezwungen bin Radio zu hören suche ich immer gern den nächsten Klassiksender.

Außerdem bin ich großer Fan von Simon & Garfunkel. Generell mag ich Singer/Songwriter und Liedermacher-Kram, aber Simon & Garfunkel rangieren seit meiner späten Kindheit oder frühen Teenagerzeit ganz oben mit. Etwa gleichzeitig kennengelernt habe ich Loreena McKennitt, deren enorm vielseitige Weltmusik ich auch nur jedem ans Herz legen kann.

Ansonsten gerne allerlei aus der Rockmusik – die Rolling Stones etwa, U2, R.E.M., einzelner Kram aus den 60ern, von Oasis, Blur, Eagle-Eye Cherry oder den White Stripes.

Mal angenommen, Du könntest ein Instrument spielen, hättest eine tolle Stimme und würdest zusammen mit Freunden eine Band gründen. Welche Rolle in der Band wäre Deine?

Ich spiele Instrumente und singe auch :) In der Folkband Tritonus bin ich meist für Percussion zuständig, singe aber auch und spiele vereinzelt andere Instrumente wie Drehleier oder Scheitholt.
In meinem Soloprojekt Farblos mache ich alles selbst – Programmierung, E-Bass, Keyboard und Gesang.

Nenne 5 deiner Alben die für Dich unverzichtbar mit Szene verbunden sind.

Das ist recht einfach zu beantworten:

  • The Cure – Seventeen Seconds. Weil es 1980 der Anfang ihrer enorm prägenden Gothrock-Phase war.
  • Joy Division – Unknown Pleasures. Auch wenn Bernard Sumner und Peter Hook es eigentlich aufgrund der Produktion garnicht so recht mögen :)
  • The Cure – Disintegration. Weil es einfach des beste Album aller Zeiten ist. Punkt :)
  • Grauzone – Grauzone. Weil diese viel zu unbekannte Band damit schon früh gezeigt hat, dass deutsche Alternative-Musik wahnsinnig kreativ sein und völlig unabhängig von England existieren kann (anders als etwa X-mal Deutschland).
  • ASP – Weltunter. Weil es der Beweis dafür ist, dass eine ganz neue Generation von schwarzer Musik immer noch enorm gothic sein kann, ohne ein Abklatsch der 80er sein zu müssen.
    Daher hier mein Favorit von diesem Album in der fantastischen Unplugged-Version:

Welche musikalischen Eigenschaften hat für dich das ideale Lied?

Boah, das ist wohl wirklich unmöglich, weil es eben ganz verschiedene Ansätze finde, für die ein Lied perfekt sein kann. Und ob ein Lied jetzt himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt verbinden sollte weiß ich nicht so recht.
Instrumental ist das vielleicht etwas einfacher: Massiver und dominanter E-Bass, keine Frage. Dann noch sehnsuchtsvolle Synthesizer, und man hat schonmal das wichtigste. E-Gitarren dürfen sich notfalls auf atmosphärisches Gequieke beschränken, aber irgendwas Akkustisches muss noch dazu, etwa Konzert-Gitarren-Geschrammel oder Streicher und Piano.
Joah, so oder so ähnlich…

Welche Band oder welchen Musiker/in würdest Du gern mal interviewen und auf welche Frage musst Du dabei unbedingt eine Antwort haben?

Lustigerweise wüsste ich bei meinen Favoritenbands garnicht, was ich sie fragen sollte. Was fragt man Robert Smith? Und was würde man Ian Curtis fragen, wenn man jemals dazu die Gelegenheit hätte?
Ich würde jedoch gerne Asp mal fragen, ob er zufällig Ältere Deutsche Literatur studiert hat (zumindest privat), weil ich meine, einen gewissen Bezug zum Mittelalter auszumachen, der nichts mit Sackpfeifenkrach à la In Extremo zu tun hat sondern eher mit Bildern und Motiven.
Hm, und vielleicht würde mir Peter Murphy ja verraten, wie es dazu kam, dass er in Twilight mitspielte 😉

Wer oder was repräsentiert für die Dich die Zukunft der »schwarzen« Musik?

Wie schon mehrfach hier erwähnt halte ich unter den neuen Bands sehr viel von ASP, würde aber keineswegs sagen, dass sie die Zukunft der Szene ausmachen. Ich denke, wenn etwas die Zukunft ausmacht, dann ist es die Vielfalt, die in den letzten 30 Jahren entstanden ist. Es ist natürlich viel Mist dabei herausgekommen, aber es gibt immer wieder mal Lichtblicke, wie etwa Stillste Stund, die ganz eigene Wege gehen, oder wie Diva Destruction und Leichenliebe, die die Fahne der alten Schule hoch halten.

Aufdass neue Einflüsse zu einer Bereicherung und nicht zu einer Verwässerung führen mögen! *Absinth-Glas zum Anstoßen erheb* :)

Bildquelle:
Monosnaps @ flickr

10 Kommentare

  • Madame Mel sagt:

    Interessant finde ich deine Erwähnungen von den Rolling Stones, U2, R.E.M. und den White Stripes, die ich – bis auf die Stripes – bereits live auf Konzerten erlebt habe und die Ehrenplätze in meine „Nichtschwarze Gehörliste“ einnehmen. Vor allem die Stones gehören dazu. Wie ich bereits in Guldhan´s Blog geschrieben habe, konnte ich Mick Jagger (und überhaupt die 60er und 70er) schon mit der Muttermilch aufsaugen und es wird daher nicht verwundern, dass ich gemeinsam mit meinen Eltern (die noch einen Tick verrückter waren) zur Musik der altehrwürdigen Urgesteine wie „Sympathy with the Devil“ während ihrer Voodoo Lounge Tour abgehen konnte 😉

    Danke für den Tipp „Loreena McKennitt“ – diese Frau hat eine phantastische Stimme und ich werde weiteres von ihr anhören.

    Wo und wann darf man „Tritonus“ einmal live erleben? Euerem Genre habe ich mich erst unlängst angenähert und obwohl ich bereits auf einigen Mittelaltermärkten unterwegs gewesen bin, hatte die Musik bei mir keine Funken sprühen lassen. Ich gebe jedoch ehrlich zu, dass mir diese Drehleier tatsächlich nach 2-3 Lieder auf die Leier geht 😉

  • Karnstein sagt:

    Interessante Parallelen und Frau McKennitt vermittle ich immer gern, die kann einen sehr fesseln (hört man übrigens auch teils in Filmen – in „Nebel von Avalon“ läuft an mehreren Stellen eines meiner Lieblingsstücke von ihr, und ich glaube in irgendeinem „Highlander“-Teil war auch mal was von ihr).

    Das Publikum von Tritonus findet sich natürlich am ehesten auf Mittelaltermärkten, wenngleich wir uns ganz ausdrücklich von den meisten „Mittelalter“-Bands distanzieren wollen. Wir spielen wenig Stücke aus dem Mittelalter (mehr Renaissance und späteres) und sind allergisch auf Sackpfeifen, Lederröcke, Spielleute-aus-der-Hölle-Gehabe, etc. – aktuell arbeiten wir an ein, zwei mittelalterlichen Stücken – die dann aber mit dem Anspruch, so authentisch wie möglich zu sein (angefangen von den Instrumenten, über die historischen Arrangements bis hin zur Rekonstruktion der möglichst präzisen dialektalen Aussprache).
    So ein Anspruch entsteht wohl automatisch, wenn alle drei Bandmitglieder auch Reenactor sind :) Anfangs haben wir versucht, das unter einen Hut zu bringen, aber das funktioniert einfach nicht – und bevor wir Abstriche in der Musik machen (weil die Darstellung eben historisch sein soll), lösen wir das Ganze also voneinander.

    Da solche Märkte aber eben die beste Plattform darstellen um Publikum mit diesem Musikgeschmack zu erreichen spielen wir auch weiterhin dort, aber nicht mehr in historischen Kleidern. Unsere Musik ist eben genau so wenig Mittelalter wie die Märkte selbst 😉
    Dieses Jahr ist aber noch nichts konkretes anvisiert, da unsere Stammveranstaltung dieses Jahr ausfällt… Mal schauen :)

  • Madame Mel sagt:

    Dann schlüpft ihr trotz der authentischen (dialektischen) Wiedergabe musikalischer mittelalterlicher Werke und Arrangements nicht in historische Gewandungen wie Tuniken und Strümpfe? Ich finde, das würde die Authentizität und die Originalität vollends unterstreichen, sozusagen als das Tüpfelchen auf dem „i“. Die Lederröcke und die Gewänder aus schnödem Sackleinen könnt ihr jedoch getrost dem „gemeinen“ Volk überlassen, es gibt schließlich andere und schönere Materialien. Wäre in diesem Jahr das „Spectaculum zu Worms“ für Tritonus nicht eine hervorragende Plattform? Es finden doch auch mittelalterliche Burgfestspiele auf der Ronneburg bei Hanau statt.

    Dazu fällt mir auch sogleich deine dialektale Aussprache in Poes „The Raven“ ein, von der ich annahm, sie sei ein hessischer Akzent. Jaja, immer diese Kretins 😉 Ist denn eine Fortsetzung mit einem weiteren Poe-Werk geplant? Ich würde nur zu gerne deine Umsetzung von „The Black Cat“ sehen.

    Die Nebel von Avalon und Highlander habe ich auch gesehen, wohl deshalb kam mir der Gesang von Frau McKennitt gar nicht so unbekannt vor (wusste aber ihren Namen nicht); ihre Stimme in wie geschaffen für solche Sagas – parallel zu Enya (von der ich „May it be“ aus „Herr der Ringe“ großartig finde).

  • Karnstein sagt:

    Die Sache ist eben die, dass wir 1300 darstellen und unsere Klamotte höchstens noch bis 1400 sowas wie authentisch sein könnte. Der größte Teil unseres Repertoires geht aber so um 1600 erst los, womit das schon inkonsequent wäre. Und bei den meisten Sachen haben wir eben auch keinen historischen Anspruch, sonst würden wir nicht einen französischen Renaissance-Tanz mit einer russischen Balalaika spielen :)
    Deshalb schreiben wir uns einfach mal garnichts auf die Fahne, außer „Folk“, oder auch gerne mit einem verholenen Grinsen „Volksmusik“.
    Daher halten wir es eher wie etwa Faun – die treten auch oft in solchen Rahmen auf, sind keineswegs irgendwie authentisch, schreiben sich auch nicht „Mittelalter“ auf die Fahne und laufen dabei eher rum wie Gruft-Hippies oder sowas :)

    Allerdings machen wir ja auch Musik, wenn wir in der Darstellung sind. Dann bin ich aber eben nicht Florian, der Sänger von Tritonus, sondern Meister Reinmar, Sangspruchdichter aus Camberg, und ich singe ausschließlich Lieder, die vor 1300 entstanden sind (in hessische Mundart um 1300 übertragen), oder die ich selbst geschrieben habe (in eben dieser Mundart geschrieben). Ja, das Sprachliche nehme ich besonders wichtig – allein schon weil es sonst niemand macht 😉 (ich erinnere an die In-Extremo-Variante des provenzalischen „Ai Vist Lo Lop“, das aus Michas Goldkehlchen eher wie „ai visse lääle“ klingt :) )

    Die Ronneburg werden wir zumindest als Besucher auf jeden Fall mal wieder aufsuchen – inwieweit man da mit Tritonus mal was macht kann ich allerdings noch nicht sagen (das kann man ja meist ohne große Absprachen einfach mal so am Rande und jeder hat was davon).

    Poe-mäßig ist erstmal nichts mehr geplant – aber Goethe und Bargeld haben wir noch angedacht 😉

    Und Enya bezeichne ich persönlich übrigens immer gerne als „Loreena McKennit Light“ – sehr ähnlich, aber es fehlt was 😉

  • shan_dark sagt:

    Danke, ich hab ihn genossen, Deinen Artikel. Sehr aufschlussreich auch, z.B. dass Du in zwei Bands spielst – man lernt doch Menschen durch diese Gothic Fridays immer wieder ein bisschen besser kennen. Toll! Auch wenn es nicht meine Musik ist, so bewundere ich doch jedes musikalische Talent (weil es mir selbst fehlt – ich kann nur hören :-)). Ach so: Was ist denn ein Reenactor?

    Lingua Mortis kannte ich noch nicht – gefällt mir aber von der Musik her auch sehr gut. Gänsehaut. Einzig die Stimme ist überhaupt nicht mein Fall. Aber die Verbindung von Klassik und Metal ist wirklich oft ein Hinhörer. Kennst du das Musikprojekt Ambeon. Ich habe davon noch eine rare CD und die Musik geht mit der Stimme der jungen Astrid van der Veen eine wunderbare Synthese ein. Ein Hammeralbum!

    Ich gebe dir recht: so toll die Neubauten sind – ja, ich find sie auch anstrengend und kann sie nicht immer hören. Und das wollen und sollen sie ja auch sein… Ich finde sie mehr als Menschen faszinierend. Sie wirken auf mich immer wie das personifizierte Vermächtnis – und zwar alle Neubauten-Mitglieder, weil auch jeder für sich steht. Blixa im Interview und man muss gut vorbereitet sein :-)

  • Karnstein sagt:

    Freut mich, Shan :)
    Wenn Tritonus nicht so angeht, dann vielleicht Farblos? Siehe mein nächst-neuerer Artikel :)
    Eigentlich müsste man „Living-History-Darsteller“ sagen, aber der Begriff „Reenactment“ (der eigentlich für das Nachstellen historischer Begebenheiten wie Schlachten oder sowas steht) wird oft auch benutzt, wenn es um die generelle Darstellung historischen Lebens geht. Es geht also einfach um die Leute, die historische Klamotten etc. selbst machen und dann für ein paar Tage versuchen, wie in einer bestimmten Epoche zu leben.
    Peter Wagners Stimme ist sicherlich nicht jedermanns Sache, ich bin heute auch nicht gerade hin und weg, aber die Musik ist eben klasse (ist übrigens die gleiche Band, die man in den Bully-Herbig-Filmen immer hört, wenn der Bösewicht auftritt). Ambeon kenne ich noch nicht, werde ich mir mal in Ruhe zu Gemüte führen, danke.
    Außer mit Herrn Bargeld habe ich mich ehrlich gesagt noch mit keinem der Neubauten-Mitglieder befasst, aber der ist schon interessant und eigen genug :)

  • Madame Mel sagt:

    Deine Ausführungen haben mich auf jeden Fall neugierig auf weitere Tritonus-Werke gemacht. Folk ist eben nicht gleich Folk so wie Gothic nicht gleich Gothic ist 😉 Mir ist es auf jeden Fall lieber, wenn sich die Musiker mit einem hohen Maß an Anspruch auf die Darstellung authentischer Musikstücke konzentrieren, als mit übertriebener Kleidung und Gestikulierung vom Wesentlichen – der Musik – ablenken. Wer weiß, vielleicht ergibt sich sogar einmal die Gelegenheit, euch live bewundern zu können.

  • shan_dark sagt:

    Aha, Reenactor nennt man das – wusste ich noch nicht. War der Tag nicht umsonst für mich ;-).
    Stichwort Neubauten-Charaktere: Du kennst vermutlich die Doku „Seele brennt“ (2004) noch nicht. Die ist wirklich super. Ich kann sie dir auch ausborgen, wenn wir uns auf einer der nächsten Horror Highs treffen (im März bin ich wieder da vermute ich). Einen Teil davon gibt es wohl auch bei YouTube. Jedenfalls werden da alle Mitglieder vorgestellt und jeder ist etwas ganz Besonderes, von FM Einheit über N.U. Unruh… alle sind sie eigen, aber interessant. Ich habe in der Doku viel gelernt über die Gruppe und Bandentwicklung und bewundere sie seitdem noch viel mehr.

  • tobikult sagt:

    Ich bin hin und weg! Diese Gothic-Friday-Aktion ist super. Diese feine Auswahl von Musikempfehlungen, eingebettet in persönliche Anmerkungen, das gefällt mir sehr. Vielen Dank für Deinen Beitrag! Besonders freut mich, dass es noch einen Schwarzen gibt, der Simon & Garfunkel mag :-)

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