Ein noch unbekanntes Vergnügen…
Die Subkultur lebt! Nein, nicht die “Gothic-Szene” mit ihren Retortenbands, Fetischmodels und Maskenbällen – die stagniert eher. Ich rede von Wave und Post-Punk, vom alten Underground, der aktuell einen Aufschwung nicht nur durch eine bloße Retrowelle, sondern auch durch neue Einflüsse seitens junger Musiker, Designer und andersartig Kreativer verzeichnet.
Mittendrin in dieser Subkultur finden wir Menschen wie etwa Piet Noir, Jungunternehmer, der heute mit seinem brandneuen Webshop online geht, der aber natürlich eben nicht nur “Gothicshop XYZ” mit überteuerten Bondageklamotten von der Stange ist, sondern der eine Anlaufstelle sein soll für Post-Punk, Dark Wave, Goth, Neofolk, Industrial und EBM.
heißt seine Plattform (in offener Anlehnung an Joy Division, Helden und Pioniere der New-Wave-Bewegung), und noch ist das Angebot zwar überschaubar, aber die Pläne sind groß, ehrgeizig, und absolut unterstützenswert:
Schnürhemden, Lederjacken und Pikes soll es geben, sowie natürlich die schon als Grundstock vorhandenen Motivshirts, Buttons und Bandmerchandise, doch wer hier dennoch nur Stangenware erwartet, der täuscht sich! Denn besonders der Kontakt zu jungen, aufstrebenden Designern liegt Piet am Herzen – ihnen eine Plattform zu bieten. Weiterlesen…
Goth-Typographie und Grufti-Logos
Eigentlich ist es ja ein klassisches Refugium von Hardrock- und Metal-Bands: Das Verwenden eines durchgestalteten Logos, das in der Regel in erster Linie den Bandnamen in einer mal mehr, mal weniger originellen graphischen Darstellung enthält – manchmal noch erweitert um einzelne Symbole, die ebenso bekannt und repräsentativ werden können.
So wird vermutlich fast jeder von uns die Logos von z.B. AC/DC oder Metallica schneller erkennen als es ihm möglich wäre den Schriftzug bewusst zu lesen – auch wenn man mit dieser Art Musik garnichts zu tun hat. Weniger einprägsam, weil mehr oder weniger fest definierten Konventionen folgend, verhält es sich da in der Black-Metal-Szene, wo Bandlogos offenbar als absichtlich unkenntlich und nur für den Eingeweihten entzifferbar entworfen werden; und mit dem Metal-Umlaut (auch: Röck Döts) hat sich sogar in kleinem Maße so etwas wie ein eigener orthographischer Faktor entwickelt.
Gefeit ist aber auch die Schwarze Szene keineswegs vor solchen Mechanismen, denn natürlich hat ein Logo mit Wiedererkennungswert einige Vorteile und kann auch ganz hervorragend verwendet werden um bestimmte Aussagen zu treffen oder Images und Stimmungen zu unterstreichen, die die jeweilige Band vermitteln möchte.
Werfen wir also doch mal einen näheren Blick auf eine (rein subjektive und in keiner Weise geordnete) Auswahl an Bandlogos aus schwarzen Gefilden: Weiterlesen…
bat-cave.pl
Shop-Empfehlungen gab es in den Archiven bisher noch keine – aber für diese Seite mache ich eine Ausnahme.
Schlicht und übersichtlich kommt er daher, dieser polnische Gothshop. Und das Konzept ist auch nicht weltbewegend: Bandlogos auf Shirts, Pins und Patches. Ich für meinen Teil bin vor einigen Jahren darüber gestolpert, als ich die kostengünstigste Quelle für ein Joy-Division-Shirt gesucht habe (das Cover von “Unknown Pleasures”), und die hier verlangten 13€ sind ziemlich unschlagbar.
Jetzt stolpere ich aber erneut über die Seite, als die Facebook-Page Batcave Fashion zu ihr verlinkt, und bei einem erneuten Besuch bin ich sehr positiv überrascht:
Bat-Cave Productions
Klar: Bauhaus, Cure, Siouxsie, Sisters, Alien Sex Fiend, etc. noch und nöcher – hat man alles schon gesehen.
Aber Death Cult (nein, noch nicht “The Cult”)? Ist mir persönlich noch nicht untergekommen.
Und besonders ironisch wird es bei meiner Blätterei, als ich über exakt die drei Bands stolpere zu denen ich mir selbst Shirts gemacht habe, weil es einfach keine zu finden gab, nämlich: Grauzone (hier mit dem “Eisbär”-Cover), Pink Turns Blue (das Cover von “If Two Worlds Kiss”) und sogar Siekiera (“Nowa Aleksandria”)!
Und auch Fans von Clan of Xymox, X-mal Deutschland und sogar Trisomie 21 und anderen deutlich rareren Bands kommen auf ihre Kosten. Die Auswahl bei den Buttons ist sogar noch größer, und bei den CDs findet man auch aktuelle Underground-Größen wie Agent Side Grinder.
Herrlich… einfach mal reinschauen!
(Man sollte aber unbedingt dazu sagen, dass Polen scheinbar allesamt gigantische Hühnen sind. Mein JD-Shirt habe ich als S bestellt und habe etwas bekommen das etwa M – L ist. Heute mag ich es ja wieder so schlabberig, aber das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen.)
Interview: She Past Away (english)
They are currently THE insiders’ tip of the New Wave underground – She Past Away.
The duo from Turkey had already been active on stage for several years and had released a three song EP in 2010, but it was in 2012 with their first full length album “Belirdi Gece” that they had an international breakthrough. Critiques for this work almost couldn’t be any better, and I myself think every single one of the ten songs is quite ingenius in its repective way and I won’t hesitate a second to call myself an enthusiastic new fan.
Bass player İdris Akbulut talked to the Otranto archives… Weiterlesen…
Interview: She Past Away (deutsch)
Sie sind derzeit DER Geheimtipp des Wave-Undergrounds – She Past Away.
Zwar hat das türkische Duo schon einige Jahre die Bühnen unsicher gemacht und 2010 eine drei Song starke EP herausgegeben, doch 2012 gelang ihnen schließlich ein internationaler Durchbruch mit ihrem ersten Album “Belirdi Gece”. Die Kritiken für dieses Werk könnten kaum besser sein, und auch ich selbst finde jeden der 10 Songs auf seine Weise genial und zögere nicht eine Sekunde mich als schlichtweg begeisterten neuen Fan zu outen.
Bassist İdris Akbulut sprach mit den Otranto-Archiven… Weiterlesen…




